Wie hat das antike Athen Demokratie eingeführt?

Leider wissen wir heute sehr wenig über die attische Demokratie - wir haben bisher nur die Hälfte verstanden.

Das hat Gründe und die lassen sich auch benennen aber wir starten nun mal mit dieser Hypothek.

Wir reden vom antiken Athen, einem Stadtstaat, der schon im Jahre 600 vor unserer Zeitrechnung bestand:

Es gab vor Einführung mehrere Gruppen von Kaufleuten, reichen Menschen die das Geschehen der Stadt prägtern und beherrschten. Dies nennt man eine Aristokratie.

Da sich die Reichen und Mächtigen nicht immer einig waren, versuchten sie immer wieder den jeweils anderen an die Wand zu drängen, wirtschaftlich zu schaden oder sogar zu ermorden und ganze Familien zu vernichten.

Eine solche Gesellschaft würden wir heute als Mafiastaat bezeichnen. Eien Mafia ist nach Definition eine wirtschaftliche EInheit, die vom Staat nicht mehr kontrolliert werden kann.

Dies sorgte nicht nur für Unmut in der Bevölkerung (die mit dem Regieren nichts zu tun haben sollten solange es zu essen gibt) sondern brauchte auch die Mächtigen selbst in Angst und zum Nachdenken.

Etwa im Jahr 574 vor unserer Zeitrechnung wandten sich die Athener Bürger an einen ihrer Oligarchen (reichen Menschen mit Einfluß) den Streit in irgendeiner Form zu beenden ("Sei unser wohlmeinender Dikator, Tyrann") da sehr viele Menschen Solon und seiner (angenommenen oder realen) Weisheit vertrauten.

Solon versuchte das und redet mit allen Schichten und Teilen der Bevölkerung, sah aber daß sein Vorhaben unmöglich war. Zum Zeichen daß er aufgegeben hatte, stellte er seien Waffen (Zeichen seiner aristokratischen Zugehörigkeit) vor die Tür.

Es gelang ihm aber, einen allgemeinen Schuldenerlaß durchzusetzen, die Gesetze öffentlich zu verschriftlichen und er führte Parteien ein: Die Idee war, man solle den Streit der Ideen in einer friedlichen Form austragen.

Bis hierhin haben wir die attische Demokratie verstanden.

Die Gewalt verschwand nur leider nicht aus der Athener Gesellschaft, für weitere 70 Jahre.

 Endlich, im Jahr 507 oder 508 v.u.Z. schlug die Kleisthenes-Partei vor, alle Parteien zugunsten zufällig geloster Bürgerräte aufzulösen. Wahlen wuirde nur ganz selten noch durchgeführt (zum Beispiel der 13 Senatoren, die bei Kriegen schnell handeln mußten). Alles andere wurd im "Großen Rat der 500" und später 400 aus zufällig gelosten Bürgern von Athen entschieden:

Man traf sich, alle durften ausreden (Isegorie), niemand durfte für andere sprechen da ja die ganze Athenes Gesellschaft immer präsent war.

Ohen hier ins Detail zu gehen, war die wirkliche Demokratie in Athen die sich zu Anfang "Isonomie" nannte 245 JAhre lang sehr erfolgreich und auch stabil: Selbst wenn Athen für einen Krieg eine Zeit lamng diktatorische Verhältnisse einkehren ließ, kehrte man immer wieder freiwillig zur Isonomie zurück.

Leider machten die Athener Bürger aber auch folgende Fehler:

  • Sie erlaubten Frauen nicht in den Bürgerrat
  • Sie bildeten zu große Bürgerräte, die von "Rhetoren" dominiert wurden (von einzelnen Aristokraten ausgebildete Redner, wie z.B. Sokrates und Platon auch)
  • Sie machten ihr sehr erfolgreiches System nicht den Nachbarn schmackhaft indem sie z.B. bei grenzübergreifenden Fragen auch hätten Nachbarn in den Rat einladen müssen.
  • Sie waren zu selbstgenügsam da die attische Demokratie ein großes Selbstbewußtsein entwickelte. Das wiegiet sie in falscher Sicherheit, die Konflikte nahmen zu bis Athen in lange andauernden peloponnesichen Kriegen aufgeben mußte. 

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