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Über die Partei

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Wer steht hinter der Partei "Losdemokratie"?

Am 9.8.2025 hat sich die Partei "Losdemokratie - Für eine starke Bürgerschaft" mit 20 Gründungsmitgliedern  in München gegründet.

Am Parteitag am 3.1.2026 in Magdeburg wurden die Vorstände und der Kassenwarte bestätugt sowie einige eher nebensächliche Änderungen an Satzung und Programm beschlossen.

Aktuell sind wir eine bunte Mischung von Gärtnern über Webdesigner, IT-Menschen, Rentnern zu Philosophen, Radio-und Fernsehtechnikern und Unternehmensberatern.

Ziel ist die Einführung geloster Bürgerräte auf allen Ebenen der Poltik in der Verfassung.

Die Partei hat daher nur einen einzigen Programmpunkt und wird ihr Anliegen in Koalitionen durchsetzen, sobald sie in einem Parlament über die 5% Hürde kommt.

Die Partei hofft, daß sie nun bald in die offizielle Liste der Parteien bei der Bundeswahlleiterin aufgenommen wird. Das Büro der Bundeswahlleitung hilft uns dabei, die Partei auf rechtlich einwandfreie Grundlage zu stellen.

2026-02-18 16:50
Andreas Delleske

Was ist Isonomie oder Losdemokratie?

Das altgriechische Wort "Isonomie" bedeutet "gleiche Macht", "isos" - gleich, "nomos" - Recht oder Macht.

Als das Alte Athen in 507 die echte Demokratie erfand, wurden damit auch Parteien und Wahlen (größtenteils) abgeschafft.

Athen erfand die Isonomie oder Demokratie in zwei wichtigen Schritten: 

  1. Den ersten haben wir begriffen: Solon (ein von den Bürgern berufener "Tyrann") lehnte es ab, wohlmeinender Herrscher für alle zu sein sondern führte Wahlen ein. Seit 574 v.Chr. konnte unter den bereits automatischen entstandenen reichen Familien (Aristokraten) gewählt werden. Man hoffte dadurch die Gewalt der bisherigen Auseinenadersetzungen zwischen den Mächtigen zu reduzieren, was leider auf Dauer nicht gelang.
  2. Weil Wahlen auch im Alten Athen keine Besserung der Gewalt zwischen den Reichen und Mächtigen brachte, führte die Kleisthenes-Partei etwa 70 Jahre später in 507 oder 508 v.Chr. das Losverfahren ein.

Aus der ganzen Bürgerschaft (leider machte Athen den Fehler, Frauen, Arme und Einwanderer auszuschließen) würden immer wieder neu "Große Versammlungen" ausgelost, die dann alle anstehenden Fragen frei und öffentlich verhandelten: Neben dem reichen Händler saß ein armer Handwerker mit gleichem Rederecht.

Die Athener waren stolz auf ihre wirkliche Demokratie, die zu Anfang "isonomie" hieß: Gleiches Recht für alle.

Sie brachte ihnen etwa 245 JAhre Frieden aber die damals gemachten Fehler sorgten leider dafür daß die attische Demokratie vor allem in den Peloponnesischen Kriegen zerfiel.

Was waren die Fehler?

  • Frauen waren ausgeschlossen
  • Arme (Landlose) waren ausgeschlossen
  • Einwanderer (Metöken, etwa "Gastarbeitern" vergleichbar, waren ausgeschlossen.
  • Die Athener waren nicht darauf bedacht, ihr System der Isonomie auch mit ihren Nachbarn zu praktizieren um auch dort für Interessensausgleich zu sorgen
  • Die Bürgerräte waren zu groß, dadurch wurden die von den Aristokratnen ausgebildeten "Rhetoren" bevorzugt.
  • In ihrem Glück des politischen Friedens waren die Athener zu selbstgenügsam, sie schrieben zu wenig auf.
  • Weil Athen durch die Isonomie über eine große Einigkeit verfügte, strahle Athen eine große Macht aus, was den Nachbargemeinden Anlaß zur Sorge undauch zunehmend zur Aufrüstung Anlaß gab.

 

2026-02-17 13:04
Andreas Delleske

Wie kann ich Mitglied werden?

Einfach den Mitgliedsantrag ausfüllen.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag ist 150,25 EUR, wir bieten aber auch einen reduzierten Beitrag von 50,00 EUR an - nach Selbsteinschätzung ohne "moralischen Druck".

2026-01-11 20:05
Andreas Delleske

Kann ich auch erst mal nur einen Newsletter abonnieren?

Klar, hier! Vergangene Newsleztter können hier eingesehen werden.

Aktuelles erscheint aber auch immer wieder auf der Startseite.

2026-01-11 20:07
Andreas Delleske

Wo ist Eure Satzung?

Hier. Da es sich um ein recht formelles Dokument handelt haben wir es ein wenig "nach hinten sortiert".

2026-01-11 20:08
Andreas Delleske

Was ist Euer Programm?

Wir wollen immer wieder neu und aus der ganzen Bevölkerung geloste Bürgerräte in die Verfassung schreiben. Die Bürgerräte kommen für einige Tage über Wochen oder Monate verteilt zusammen (zum Beispiel an vier Wochenenden), legen teilweise ihre eigene Fragestellung fest, laden dann Experten nach Belieben ein, hören Ministerien und holen Rechtsmeinungen ein. Jede und jeder darf ausreden, eventuell gibt es ein Zeitbudget für jeden Teilnehmer über den ganzen Bürgerrat.

Unser Programm finden Sie hier. Da es sich um ein recht formelles Dokument handelt haben wir es ein wenig "nach hinten sortiert".

2026-02-19 14:31
Andreas Delleske

Werdet Ihr zur Landtagswahl am 8.3.2026 in Baden-Württemberg antreten?

Leider nein, obwohl wir es seit August versucht haben.

Bedingung, um in Baden-Württemberg zur Wahl zugelassen zu werden ist, daß wir bis Mitte Dezember 2025 hätten 2000 Unterschriften auf ganz speziellen Formularen sammeln hätten sammeln müssen, die dann noch bei den Einwohnermeldeämtern geprüft werden denn der erste Wohnsitz muß in Baden-Württemberg liegen, die Unterzeichner müssen zur Wahl berechtigt sein (und so weiter). Das ging leider nicht auf Onlineformularen, was viele abgeschreckt hat.

Zwar bekamen wir "amtliche" Formulare kostenlos vom Wahlamt in Stuttgart gestellt, auf den Formularen waren aber wieder lange Texte zum Datenschutz zu lesen was auch wieder viele abgeschreckt haben mag.

Wir haben es also leider nicht geschafft, wir hatten aber Tausende Gespräche mit wirklich allen Bürgerinnen und Bürgern, manchmal serh erhellend, manchmal aufbauend und manchmal frustrierend denn wenn viele Leute auch nur das Wort "Partei" gehört haben winkten sie schon ab. Verständlicherweise! 

2026-02-18 16:42
Andreas Delleske

Wie kann ich spenden?

IBAN:  DE83 4306 0967 1371 6868 00

Kontoinhaber: Losdemokratie - Partei für eine starke Bürgerschaft

Wichtig: Wenn wir Sie noch nicht kennen, schreiben Sie bitte Deine komplette Anschrift mit auf die Überweisung (Das Parteiengesetz verlangt das)

Steuerliches

Bei Spenden bis zu 300 EUR pro Jahr genügt als Nachweis gegenüber dem Finanzamt Ihr Bankjournal: Wir stellen erst oberhalb von 300 EUR Spedenquittungen aus.

Alle Zahlungen an Parteien werden von Ihrem Finanzamt grundsätzlich als Spende angesehen (§ 34g Einkommensteuergesetz (EStG)). Bis zu einem Betrag von 1.650,00 EUR pro Jahr (3.300,00 bei Zusammenveranlagung) können Sie 50% des gespendeten Betrags von der Steuer absetzen.

Darüber hinausgehende Beträge bis 1.650 €/3.300 € zusätzlich: als Sonderausgaben nach § 10b Abs. 2 EStG abziehbar.

Spendenquittungen gibt es nur einmal pro Jahr für die Summe der Zahlungen im vorangegangegen Jahr. Diese gehen Ihnen als PDF per Mail immer bis spätestens 1.3. zu.

2026-02-18 16:59
Andreas Delleske

Was ist Losdemokratie?

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Aber wir haben doch schon Demokratie?

In allen westlichen Demokratien werden Parteien gewählt, die dann die Regierung bilden.

In der klassischen Demokratie von Athen seit 507 v.Chr. wurden Bürger immer wieder neu aus der Bürgerschaft zufällig in fast alle Entscheidungsgremien gelost. Dadurch gab es für die Bürgerschaft keine Veranlassung mehr, bei Problemen auf "die da oben" oder "die anderen" zu zeigen.

Unser heutiges Parteiensystem sollte man daher vielleicht nicht als Demokratie, sondern eher als Wahlaristokratie bezeichnen, da konstant nur etwa 0,4% der erwachsenen Bevölkerung aktiv an der Macht teilhaben, Verantwortung übernehmen und politische Ämter innehaben. Zu diesen gewählten Volksvertreter:innen kommen Lobbygruppen und Einzelne, meist extrem Wohlhabende, die auf Regierungsentscheidungen weit stärker einwirken als weniger vermögende Bürger.

Problematisch daran ist, dass alle diese Akteure ganz überwiegend zum privilegierten Teil der Bevölkerung gehören und die Alltagssorgen und Präferenzen aller anderen weder kennen, noch verstehen können. Zugleich sind viele Bevölkerungsgruppen nicht oder nur äußerst geringfügig in den Parteien repräsentiert wie z.B. Menschen mit Realschulabschluss und Hauptschulabschluss, aber auch ganz alte und ganz junge Menschen, Menschen mit Behinderungen, Menschen aus benachteiligten Regionen, und nach wie vor auch Frauen. Am stärksten diskriminiert unsere derzeitige Art und Weise, Politik miteinander zu machen, aber Menschen ohne Vermögen, ohne Ressourcen und ohne einschlägige "Beziehungen". Ihre Möglichkeiten, über Verbände, Protest oder öffentliche Rede wirksam auf unsere gemeinsame Politik einzuwirken, sind extrem begrenzt bzw. nicht vorhanden.

Obwohl die attische Demokratie (eigentlich: Isonomie) Fehler hatte, die wir nicht wiederholen wollen (z.B. Ausschluss von Frauen), sorgte sie für etwa 245 Jahre anhaltenden internen Frieden zwischen den Bürgern, da alle Bürger nicht nur repräsentiert, sondern in der Regierung physisch anwesend waren und beständig unmittelbar zusammen arbeiteten.

Da die Bürger gezwungen waren, persönlich miteinander zu sprechen, bekamen alle Bürger die Sorgen und Nöte aller anderen mit. Dies sorgte nicht nur für eine sehr effiziente Regierung mit hoher Akzeptanz, sondern auch für eine deutlich größere Verbundenheit zwischen den Bürgern.

Wir denken, dass eine Demokratie mit mehr und mehr gelosten Bürgerversammlungen sehr heilsam in der Krise unserer aktuellen Gesellschaften ist.

Was wir wollen

Es ist höchste Zeit, daß wir das Losverfahren in unserer Demokratie fest verankern, denn durchweg erfolgreiche Tests haben längst an vielen Orten der Welt stattgefunden: München, Wien, Belgien, Portugal..

Unser Ziel ist es, Parteien über kurz oder lang überflüssig zu machen. Wir könnten damit anfangen, Bürgerräte als Aufsichtsräte neben jedes Ministerium zu setzen: Alle 6 Monate kommt das Komitee zusammen und läßt sich vom Minister über dessen oder deren Arbeit berichten. Es folgen Nachfragen, die Bürger sind frei, selbst Experten zum Thema zu wählen und zu hören um dann gemeinsam zu entscheiden ob der Minister entlastet oder notfalls auch entlassen wird, wenn er z.B. die ihm übertragenen Arbeiten nicht geleistet hat.

2026-02-20 15:57
Andreas Delleske

Wie hat das antike Athen Demokratie eingeführt?

Leider wissen wir heute sehr wenig über die attische Demokratie - wir haben bisher nur die Hälfte verstanden.

Das hat Gründe und die lassen sich auch benennen aber wir starten nun mal mit dieser Hypothek.

Wir reden vom antiken Athen, einem Stadtstaat, der schon im Jahre 600 vor unserer Zeitrechnung bestand:

Es gab vor Einführung mehrere Gruppen von Kaufleuten, reichen Menschen die das Geschehen der Stadt prägtern und beherrschten. Dies nennt man eine Aristokratie.

Da sich die Reichen und Mächtigen nicht immer einig waren, versuchten sie immer wieder den jeweils anderen an die Wand zu drängen, wirtschaftlich zu schaden oder sogar zu ermorden und ganze Familien zu vernichten.

Eine solche Gesellschaft würden wir heute als Mafiastaat bezeichnen. Eien Mafia ist nach Definition eine wirtschaftliche EInheit, die vom Staat nicht mehr kontrolliert werden kann.

Dies sorgte nicht nur für Unmut in der Bevölkerung (die mit dem Regieren nichts zu tun haben sollten solange es zu essen gibt) sondern brauchte auch die Mächtigen selbst in Angst und zum Nachdenken.

Etwa im Jahr 574 vor unserer Zeitrechnung wandten sich die Athener Bürger an einen ihrer Oligarchen (reichen Menschen mit Einfluß) den Streit in irgendeiner Form zu beenden ("Sei unser wohlmeinender Dikator, Tyrann") da sehr viele Menschen Solon und seiner (angenommenen oder realen) Weisheit vertrauten.

Solon versuchte das und redet mit allen Schichten und Teilen der Bevölkerung, sah aber daß sein Vorhaben unmöglich war. Zum Zeichen daß er aufgegeben hatte, stellte er seien Waffen (Zeichen seiner aristokratischen Zugehörigkeit) vor die Tür.

Es gelang ihm aber, einen allgemeinen Schuldenerlaß durchzusetzen, die Gesetze öffentlich zu verschriftlichen und er führte Parteien ein: Die Idee war, man solle den Streit der Ideen in einer friedlichen Form austragen.

Bis hierhin haben wir die attische Demokratie verstanden.

Die Gewalt verschwand nur leider nicht aus der Athener Gesellschaft, für weitere 70 Jahre.

 Endlich, im Jahr 507 oder 508 v.u.Z. schlug die Kleisthenes-Partei vor, alle Parteien zugunsten zufällig geloster Bürgerräte aufzulösen. Wahlen wuirde nur ganz selten noch durchgeführt (zum Beispiel der 13 Senatoren, die bei Kriegen schnell handeln mußten). Alles andere wurd im "Großen Rat der 500" und später 400 aus zufällig gelosten Bürgern von Athen entschieden:

Man traf sich, alle durften ausreden (Isegorie), niemand durfte für andere sprechen da ja die ganze Athenes Gesellschaft immer präsent war.

Ohen hier ins Detail zu gehen, war die wirkliche Demokratie in Athen die sich zu Anfang "Isonomie" nannte 245 JAhre lang sehr erfolgreich und auch stabil: Selbst wenn Athen für einen Krieg eine Zeit lamng diktatorische Verhältnisse einkehren ließ, kehrte man immer wieder freiwillig zur Isonomie zurück.

Leider machten die Athener Bürger aber auch folgende Fehler:

  • Sie erlaubten Frauen nicht in den Bürgerrat
  • Sie bildeten zu große Bürgerräte, die von "Rhetoren" dominiert wurden (von einzelnen Aristokraten ausgebildete Redner, wie z.B. Sokrates und Platon auch)
  • Sie machten ihr sehr erfolgreiches System nicht den Nachbarn schmackhaft indem sie z.B. bei grenzübergreifenden Fragen auch hätten Nachbarn in den Rat einladen müssen.
  • Sie waren zu selbstgenügsam da die attische Demokratie ein großes Selbstbewußtsein entwickelte. Das wiegiet sie in falscher Sicherheit, die Konflikte nahmen zu bis Athen in lange andauernden peloponnesichen Kriegen aufgeben mußte. 

2026-01-12 11:06
Andreas Delleske

Praktische Beispiele

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Irland

In Irland sorgte ein mehrheitliches Parteienvotum zur Verschärfung des Abtreibungsrechts für erhebliche Unruhe, nicht nur unter den Frauen.

Darauf entschied das Parlament, einem gelosten Bürgerrat das Thema zu bearbeiten. Die irischen Bürgerinnern und Bürger entschieden anders als die Parteien und fügten sogar eine Möglichkeit der "Ehe für alle" ein.

2026-01-12 10:49
Andreas Delleske

Ostbelgien

Belgien hatte aus verschiedenen Gründen vor etwas über 10 Jahren 451 Tage lang keine Regierung, weil sich keine handlungsfähigen Koalitionen bildeten.

Daraufhin boten sich 14 Wissenscjhaftlerinnen an, die Fragen gelosten Bürgerräten vorzulegen, was auch geschah. Ist Ostbelgien wurden geloste Bürgerräte sogar in die Verfassung geschrieben, leider nur in die ostbelgische. Dort funktioniert das System seither mit durchgehendem Erfolg.

2026-01-12 10:46
Andreas Delleske

Kritische Fragen und Probleme

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Wie könnten wir anfangen?

Wir könnten als allererstes neben jedes Ministerium einen immer wieder neu gelosten Bürgerrat setzen:

Also alle 3 oder 6 Monate wird der Ministern oder die Ministerin gefragt:

  • Was war Ihr Auftrag?
  • Was konnten Sie umsetzen, was nicht?
  • Warum nicht?
  • Was machen Sie als nächstes?
  • Was lief gut, was lief schlecht?
  • Wir wollen auch mal die Kosten anschauen

2026-02-17 12:43
Andreas Delleske

Wie stellt man sicher daß wirklich die ganze Bevölkerung in einem Bürgerkomitee repräsentiert ist?

Die ganze Bevölkerung könnte in einem einzelnen Bürgerkomitee natürlich ebensowenig  "repräsentiert" sein wie bei den aktuellen Parlamenten weil ja kein Bürger jemals für einen anderen sprechen kann: Kein Bürger kann und soll einen anderen "repräsentieren". Jeder Bürger, jede Bürgerin soll nur für sich sprechen. Das nannten die Alten Griechen "Isegorie".

Da wir aber nicht die aktuellen Parlamente durch einen permanent zusammengestellten Bürgerrat ersetzen wollen, stellt sich die Frage nicht: Da wirklich jeder Büprger mindestens einmal im Jhr in einem Bürgerrat vorhanden ist (und nicht nur repräsentiert) können wir von einer "repräsentativen" Demokratie in eine "Präsenzdemoktarie" übergehen, bei der die Bürger nicht repräsentiert, sondern physisch anwesend sind.

Natürlich kann ich mir nie aussuchen zu welchem Thema ich in einen Bürgerrat gelost werde, sicher ist jedoch daß mein Beitrag, meine Erfahrung mindestens einmal im Jahr gewürdigt und gebraucht wird.

Das funktioniert deshalb so gut weil unsere meist abstrakten Meinungen in Büprgerräten viel wenger wichtig sind als die konkreten Erfahrungen, die jede und jeder von uns einzubringen hat.

 

2026-02-18 10:57
Andreas Delleske

Wieviele Häuser müssen wir für die Bürgerräte bauen?

Nehmen wir mal an ein typischer Bürgerrat besteht aus 5 Gruppen zu je 25 Memschen (das wäre der Vorschlag "Planungszelle nach Peter Dienel"). Ferner nehmen wir an, ein Bürgerrat tagt - über Wochen oder Monate verteilt - etwa fünf Tage lang (ob das jetzt 20 oder 35 Arbeitsstunden sind und andere Details sind zweitrangig).

Wenn jeder Bürger mindestens zweimal im Jahr gelost wird (so unser Wunsch) - was sich auf alle bisherigen Ebenen: Landes-, Bundes- und Kommunalebene bezieht!) dann benötigen wir 120 Millionen solcher Plätze für eine Woche.

In Deutschland gibt es etwa 11,4 Millionen Schüler. reine Schultage sind großzügig gerechnet 200 pro Jahr. Nehmen wir an die Schulen müssen wirklich 65 Tage pro Jahr ganz geschlossen bleiben (Sonntage? Renovierungen, Arbeitszeitregelungen.. Lärm gegenüber Nachbarn..) hätten wir immer noch 100 "freie" Tage an denen die Schulen recnerisch mit gelosten Bürgern belegt werden könnten.

Teilen wir die 100 "freien" Tage durch die 5 Tage Dauer eines Bürgerrates können wir auf jedem Schulplatz 20 Bürgerräte veranstalten.

Nehmen wir mal an nur die Hälfte der Schulen ist geeignet, dann können wir 11.400.000 * 20 = 228 Millionen Plätze für Bprgerräte anbieten, also doppelt so viel wie oben angenommen.

Fazit: Wenn wir die Schulen nähmen, müßten wir nichts bauen und die Betriebskosten stiegen nur sehr moderat.

2026-02-18 11:11
Andreas Delleske

Wollt Ihr die Ministerien ersetzen?

Nein. Sie pflegen selbstverständlich alle Verträge, Maßnahmen und stellen sicher daß sie den Gesetzen entsprechen.

Selbstverständlich wird jeder Bürgerrat vor jeder Änderung der Gesetze auch die Ministerien hören.

2026-02-18 11:13
Andreas Delleske

Wollt Ihr die Verwaltungen ersetzen?

Nein.

Sie pflegen selbstverständlich alle Verträge, Maßnahmen und stellen sicher daß sie den Gesetzen entsprechen. Selbstverständlich wird jeder Bürgerrat vor jeder Entscheidung auch die Verwaltungen hören.

2026-02-18 11:23
Andreas Delleske

Wollt Ihr die Richterschaft ersetzen?

Klares Nein.

Es wäre höchstens wünschenswert daß die Ausschreibung von Richtern durch geloste Bürgerkomitees gestaltet wird, um die Berufungen durch Partikularinteressen anderer eventueller Gremien zu umgehen.

2026-02-18 11:26
Andreas Delleske

Wollt Ihr direkte Demokratie?

Nein!

Die sogenannte "direkte Demokratie" bedeutet, daß bestimmte Fragen auf bestimmte Weise allen Wahlbürgern zur Abstimmung vorgelegt werden, wie das z.B. in der Schweiz immer wieder praktiziert wird.

Obwohl "unter den Blinden der Einäugige König ist" (keine AHerbsetzung von Sehbehinderten beabwsichtigt :-) möchten wir das nicht. Folgendes sprocht dagegen:

  • Die Bürger haben keinen Einfluß darauf, welche Frage behandelt wird
  • Die Bürger haben keinen Einfluß darauf, wie die Frage gestellt wird
  • Die Bürger haben keinen Einfluß darauf, welche Optionen überhaupt zur Wahl entwickelt werden
  • Die Bürger haben nicht die Chance, die Erfahrungen, Nöte und Situationen der anderen Bürger wahrzunehmen und daher auch keine Möglichkeit, eine eigene Perspektive unter Berücksichtigung des Ganzen zu entwickeln.

 

2026-02-18 16:54
Andreas Delleske

Quellen und Ressourcen

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David van Reybrouck

Er ist zweifellos einer der wichtigsten Wegbereiter im europäischen Raum. Von ihm stammt das sehr erfolgreiche Buch "Gegen Wahlen".

2026-02-18 11:28
Andreas Delleske

Mehr Demokratie e.V.

Der Verein "Mehr Demokrazie e.V."  findet sich hier und und hat bereits über viele Jahre alle Ressouzrcen über Bürgerräte zusammengetragen.

2026-01-11 20:35
Andreas Delleske

Ardalan Ibrahim

Ressourcen unseres 1. Bundesvostands Ardalan Ibrahim:

2026-01-11 20:46
Andreas Delleske

Christian Meyer

Buch über Athen

2026-01-11 20:46
Andreas Delleske